Staatliche Münzen produzieren 2020 rund 460 Millionen Münzen

Staatliche Münzen produzieren 2020 rund 460 Millionen Münzen

Die Staatlichen Münzen Baden-Württemberg haben in ihren Prägestätten in Stuttgart und Karlsruhe 2020 rund 460 Millionen Münzen produziert. Die Prägungen haben einen Wert von rund 120 Millionen Euro. Die Bundesbank bringt die Münzen mit den Prägebuchstaben F und G in den Zahlungsverkehr. Besonders gefragt waren für das Jahr 2020 die Münzen mit geringeren Wert; es wurden beispielsweise 124 Millionen 2-Cent-Stücke geprägt.

„Für uns war dieses Jahr sehr anstrengend, weil wir die Produktion nicht mit Laptop und Videokonferenz an den Küchentisch verlagern konnten“, erklärte Münzleiter Benjamin Hechler. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tragen seit März während der Arbeit Masken und sind in Gruppen aufgeteilt, um Ansammlungen zu vermeiden. „Die Maskenpflicht hat bei uns besser funktioniert, als es in Stuttgart gerade im Sommer zu sehen war. Unsere Beschäftigten haben verstanden, dass sie mit einer Maske ihre Kolleginnen und Kollegen schützen können. Seit November setzen wir durchgehend auf FFP2-Masken“, sagte Hechler. Ein technisches System eines Münchner Herstellers sorge für die die Einhaltung des Mindestabstandes und die Nachverfolgung von möglichen Infektionsketten. Bisher habe es keinen Infektionsfall im Betrieb gegeben.

Neben dem Industriebetrieb für die Münzen für das Bargeld bei Bäcker, Bank und Baumarkt gibt es eine Manufakturabteilung bei den Staatlichen Münzen, die Sammlermünzen produziert. Auf ihnen darf kein Fussel oder Fehler zu finden sein. „Eine Produktionsleistung von rund 4,8 Millionen Stück in höchster Qualität im Jahr 2020 zeigt, was auch im Manufakturbetrieb möglich ist“, betonte der Münzleiter. Derzeit läuft die Produktion schon weiter mit der 10-Euro-Münze „Luft bewegt – Auf dem Wasser“, die ab März 2021 in der Prägequalität Stempelglanz zum Nominalwert bei der Bundesbank und in der hochwertigen Sammlerqualität Spiegelglanz bei der Münze Deutschland erhältlich sein soll.

Für den Prägebetrieb ist ab Weihnachten vorerst Betriebsschluss. Nach dem 23. Dezember ruhen traditionell die Prägepressen. Mit Blick auf die Regelungen und Appelle der Landesregierung wird der Betrieb in diesem Jahr allerdings bis einschließlich 10. Januar ruhen. Ursprünglich geplant war ein Ende der Betriebsferien am 4. Januar. „Wir legen jetzt zum Jahresende noch mal an Tempo zu, um die vier Tage auszugleichen. Wir versuchen so auch einen weiteren Beitrag zur Reduzierung der Kontakte zu leisten“, so Hechler. Wer in der Verwaltung arbeitet, mache das von zu Hause aus.